Warming Stripes Leipzig 1850 - 2023
Ed Hawkins / University of Reading

Klimaschutz an der HTWD

Klimaschutzkonzept der HTWD veröffentlicht

Nach der Befassung durch den Senat am 17.09.2024 wurde das ausgearbeitete Integrierte Klimaschutzkonzept der HTWD final vom Rektorat am 07.01.2025 beschlossen und verabschiedet. 

Damit strebt die Hochschule an, ihre Emissionen bis 2030 zu halbieren und die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

 

Das Konzept liegt als Langfassung (15,5 MB) vor.

Hintergrund

Die Arbeitsgruppe für Klima- und Umweltschutz an der HTW Dresden (kurz: primaklima) legte den Grundstein für das Klimaschutzmanagement an der Hochschule.

Dank ihres Engagements wurde im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ein Projekt zur Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts beantragt. Ziel dieses Konzepts ist es, konkrete, realistische und zugleich ambitionierte Maßnahmen zu formulieren, die die Hochschule auf den Weg zur Klimaneutralität führen. Die Förderung des Projekts wurde am 14.12.2022 bewilligt.

Entstehungsprozess

Klimaschutz ist ein Querschnittsthema, welches alle Bereiche einer Hochschule betrifft und das Mitwirken aller Hochschulangehörigen erfordert. Im Rahmen des Projektes wurden 6 verschiedene Handlungsfelder betrachtet und in den Entstehungsprozess mit einbezogen.

Bausteine des Klimaschutzkonzeptes

Energie- und Treibhausgasbilanz

Zur Erfassung des aktuellen Zustands wurden die Verbräuche der Hochschule erfasst und eine Energie- sowie Treibhausgasbilanz gemäß dem internationalen Standard des „Greenhouse Gas Protocol“ erstellt. Als Basisjahr für die Bilanzierung wurde 2019 gewählt, da die Covid-Pandemie spätere Jahre erheblich beeinflusste. 

Im Bilanzjahr Jahr 2019 hatte die HTWD einen Endenergieverbrauch von 13.540 MWh/a, durch den Verbrauch von Wärmeenergie und Strom und einen CO2-Fußabdruck von ca. 5.810 t CO2e. 

Potenzial- Analyse und Szenarienentwicklung

Durch den Einsatz verschiedener Maßnahmen ist laut Potential- und Szenarienanalyse eine signifikante Reduzierung der Emissionen bis 2035 möglich. Besonders die Umstellung auf Ökostrom weist ein hohes Potential auf, hierdurch werden künftig rd. 1.600 t CO2-eq. eingespart.

Akteur*innen-Beteiligung

Klimaschutz kann nicht im Alleingang umgesetzt werden, es bedarf die Unterstützung der Hochschulangehörigen und wichtigen Akteur*innen in der Region. Eine Beteiligung ermöglicht das aktive Mitwirken an der Maßnahmenentwicklung und erhöht so die Akzeptanz. Künftig werden verschiedene Formate organisiert, in denen Akteur*innen ihre Ideen zu den Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes einbringen und weiterentwickeln können. Dazu zählen bspw. Workshops, Informationsveranstaltungen sowie Gremien und Arbeitskreise.

Maßnahmenkatalog

Die Analyse zum Energieverbrauch und der Emission an Treibhausgasen, gibt einen ersten Aufschluss darüber, wo die großen Emittenten an der HTWD verortet sind. Mögliche Maßnahmen, die zur HTWD passen und die zum Klimaschutz an der Hochschule beitragen sollen, werden dabei im Rahmen von Akteurs- und Beteiligungsveranstaltungen gesammelt, bewertet und abgeleitet. Folgende Kriterien werden bei der Priorisierung einbezogen:

  • Potential der Treibhausgasminderung
  • Kosten und Finanzierung (Haushalt/Drittmittel)
  • Umsetzbares Potential 

Mithilfe dieser Maßnahmen soll der Klimaschutz in den betrachteten Handlungsfeldern erhöht und die Reduktionsziele erreicht werden.

Weitere Bausteine

Zur Überprüfung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen wird ein Controlling-Konzept entworfen, das ein kontinuierliches Monitoring aller relevanten Datensätze erlaubt. Damit das Klimaschutzmanagement dauerhaft etabliert ist, wird eine Verstetigungsstrategieentwickelt, die offenlegt, wie die Fortführung über das Erstvorhaben Klimaschutzkonzept hinaus gelingen kann. Wichtig entlang aller Bestandteile des Konzeptes ist eine transparente und zielgerichtete Kommunikation, um Informationen bereitzustellen und Möglichkeiten der Partizipation mitzuteilen.

 


Kontakt

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und durch den Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH, begleitet (https://www.z-u-g.org/nki/).

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (www.klimaschutz.de) initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Förderkennzeichen: 67K18774
Laufzeit: 01.05.2023 bis 31.07.2025